Pressemitteilungen & News Aktuell

Jugendleiter-Ausbildung für Moscheevereine

Seit September 2014 bietet das Mannheimer Institut für Integration wieder Ausbildungskurse für die Jugendleiter der Moscheen an. Verantwortlicher Ausbilder ist Pfr. i. R. Ulrich Schäfer, der die gleichen Aufgaben 7 Jahre lang als Jugendpfarrer für die Ev. Kirche in Mannheim geleistet hat.

Die Kurse umfassen zwischen 50 und 60 Stunden Ausbildung in Pädagogik, Psychologie, organisatorischem und rechtlichem Wissen über Jugendarbeit. Der jeweilige findet  an verschiedenen Orten statt (Stadtjugendring, Jugendhäuser, Moscheen, Institut). Dadurch lernen die Jugendlichen auch gleich die verschiedenen Seiten der Jugendarbeit und die Struktur der Jugendarbeit in Mannheim kennen.

Ziel der Ausbildung, in die wir jetzt auch je ein Seminar zur Prävention von Antikriminalisierung und Antiradikalisierung  und zu "Nähe und Distanz" eingebaut haben, ist neben dem Erwerb der Jugendleiter-Card,  auch die Aufnahme der muslimischen Jugendgruppen in den Stadtjugendring. Die Referentinnen und Referenten sind Mitarbeiter/-innen der Ev. Jugend, des Stadtjugendrings und islamische Theologen.

Start der Ausbildung islamischer Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Region Schwäbisch-Gmünd, Aalen, Heidenheim, Göppingen, Ulm und Ehingen im Juli 2015

Die Bearbeitung der nächsten Region wurde mit Informations-veranstaltungen für Führungskräfte der Krankenhäuser und psychiatrischen Zentren und die Integrations-beauftragten der Städte und Kreise in Freiburg, Offenburg und Karlsruhe Mitte April gestartet.

Als Ausbildungsstandort für die Region wurde Ulm gewählt, um so den Ausbildungsteilnehmern akzeptable Wegstrecken zu ermöglichen. Im April und Mai werden die Moscheevereine und anderen muslimischen Vereine wie Sport- und Elternvereine, die Volkshochschulen und andere für die Informationsverbreitung wichtige Zielgruppen zunächst mit Broschüren, Ausbildungsflyern und Plakaten auf die Initiative aufmerksam gemacht.

Im Mai und Juni finden Informationsveranstaltungen für am Thema Islamische Seelsorge interessierte Bürger und Ausbildungsbewerber in Ehingen, Ulm, Schwäbisch-Gmünd, Aalen Göppingen und Heidenheim statt. Die wichtigsten Aspekte der Seelsorge und damit Betreuung von Muslimen im Krankenhaus werden vorgestellt, ebenso das Ausbildungskonzept und damit zusammenhängende Aspekte wie die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern, Kliniken und psychiatrischen Zentren. Dazu nachstehend nähere Informationen und die Termine. Die genauen Orte sind jetzt in der Abstimmung mit den Integrationsbeauftragten der Städte und werden nach und nach veröffentlicht.

Die Veranstaltungen für Publikum finden immer sonntags in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr statt. Die Orte wurden so gewählt, dass keine größeren Entfernungen zurückzulegen sind.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei den Integrationsverantwortlichen, ebenso bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kreisen und Städten für die tatkräftige Unterstützung bei den Informationsveranstaltungen bedanken.

Ausführliche Informationen zum Thema Islamische Seelsorge können Sie sich hier ansehen oder auch herunterladen: Broschüre, Ausbildungsflyer

Informationsveranstaltungen

Referentinnen
und Referenten

Datum

Ort

Straße

Yalcin Tekinoglu

31. Mai

Göppingen

Bürgerhaus, Kirchstraße 11,
Erdgeschoss

Yalcin Tekinoglu

14. Juni

Schwäbisch-Gmünd

Marktplatz 1, Rathaus,
kleiner Sitzungssaal

Vesile Soylu

21. Juni

Aalen

Marktplatz 30, im Rathaus,
Sitzungssaal Erdgeschoss

Mehmet Kücük


21. Juni


Heidenheim


Klinikum Heidenheim,
Schlosshausstr. 100,
Konferenzraum

Alfred Miess

28. Juni

Ehingen

Kreiskrankenhaus
Hopfenhausstrasse 6, 3. Stock,
Raum Hochsträß/Wartstein

Vesile Soylu

20. September

Ulm

in Abstimmung

 

Islamischer Wohlfahrtsverband und Standardisierung der Ausbildung Islamische Seelsorge

Zum Einstieg in die Thematik hilft ein Blick auf die aktuelle Diskussion und das, was auf Veranstaltungen und von der Islamkonferenz zu lesen und zu hören ist. Ein muslimischer Wohlfahrtsverband soll gegründet, das drängende Thema Seelsorge nun endlich aufgegriffen werden. 

Für und wider eines islamischen Wohlfahrtsverbands

DITIB- Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion mit rund 900 Moscheen und unterschiedlich genannten 150.000 bis 220.000 Mitgliedern arbeitet am Projekt eines muslimischen Wohlfahrtsverbands, der in allen relevanten Wohlfahrtsbereichen tätig werden soll und z. B. die Krankenhausseelsorge professionalisiert. Nach Jahren, besser gesagt nach Jahrzehnten, kommen die Schritte vom Reden zum Tun. Jedenfalls die Seelsorge betreffend, wo regionale Initiativen in Kooperation mit den christlichen Kirchen u. a. Stellen in Hamburg, Niedersachsen, in Wiesbaden, Frankfurt, München und breit aufgestellt in Baden-Württemberg die Machbarkeit unter Beweis gestellt haben. 

Ein möglicher Alleingang von DITIB stößt nicht gerade auf Zustimmung der anderen großen islamischen Glaubensgemeinschaften, z. B. des Zentralrat s der Muslime (ZdM), der für einen gemeinsamen Wohlfahrtsverband aller Glaubensgemeinschaften und Konfessionen plädiert, weil dann jedenfalls alle rund 2600 Moscheen, auch die nicht an eine Glaubensgemeinschaft gebundenen Moscheen, beteiligt wären. 

Wobei anzumerken ist: rund 400.000 Muslime, etwa 10 % der muslimischen Mitbürger, sind Mitglieder der örtlichen Moscheevereine von DITIB und der anderen (Glaubens-)Gemeinschaften: VIKZ – Verband islamischer Kulturzentren, IGMG - Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş , IGBD - Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland – Zentralrat, AMJ - Ahmadiyya Muslim Jamaat, AABF - Alevitische Gemeinde Deutschlands und auch der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD).

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Fachkonferenz zur Standardisierung der Ausbildung islamischer Seelsorger/-innen

Die Zeit scheint nun endlich reif zu sein für eine islamische Seelsorge. Ablesen kann man dies an der zunehmenden Zahl regional initiierter Projekte und ganz aktuell an der Thematisierung im Rahmen der Islamkonferenz.

Sicher wird auch darüber zu diskutieren sein, ob es eine alle Glaubensströmungen übergreifende Seelsorge geben soll. Die Erwartungen aufnehmender Einrichtungen sind darauf gerichtet. Ist man sich in diesem Punkt einig, dann können Inhalte (Lernfelder in allen Details), dazu passende Referentenprofile, kann entsprechend der Bedarfslage in den verschiedenen Seelsorgefachbereichen eine Reihenfolge für die Bearbeitung bestimmt werden. Aus Sicht des Mannheimer Instituts ist es sinnvoll, zunächst die  Krankenhausseelsorge, und dann weiter die Notfallseelsorge bzw. psychosoziale Notversorgung, die Gefängnis-, Altenheim- und Telefonseelsorge in Bearbeitung zu nehmen. Parallel kann eine effektive Ablauforganisation entwickelt werden.

Sinnvoll ist es auf dem Know-how der regionalen Initiativen, der christlichen Kirchen und dem von staatlichen, privaten und Wirtschafts-Bildungsunternehmen aufzubauen, das Rad nicht neu zu erfinden. Diese haben übereinstimmend die folgenden Ziele:

  • Eine gleichbleibend hohe Qualität der Ausbildung.
  • Sicherheit für alle an der Ausbildung Beteiligten schaffen.
  • Verschwendung von finanziellen, materiellen und personellen Ressourcen vermeiden.

Deshalb möchte das Mannheimer Institut mit der Fachkonferenz Wege aufzeigen, wie durch eine Standardisierung der Ausbildung in einem Fünf- bis Sieben-Jahres-Zeitraum eine bundesweite islamische Seelsorge für die vorher genannten Fachbereiche geschaffen werden kann. Klicken Sie auf das Programm zur Fachkonferenz, dann erfahren Sie mehr dazu.

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