Pressemitteilungen & News Aktuell

Islamische Seelsorge in Deutschland aus dem Blickwinkel der Islamkonferenz 2016

Islamische Seelsorge in Deutschland   aus dem Blickwinkel der Islamkonferenz 2016

 

Militärseelsorge

Die Betreuung der etwa 1.500 muslimischen Soldaten an Standorten und bei Auslandseinsätzen soll  sichergestellt, dazu soll ein Konzept zur Ausbildung und zu Standorten entwickelt werden.

 

Gefangenenseelsorge

Die Justizminister-Länderkonferenz soll Konzept für Ausbildungsstandards entwickeln

Hessen lässt JVA/Gefangene durch ausgewählte Personen als Seelsorger betreuen, die Einzelverträge haben. Berlin startet gerade mit der Betreuung durch von Moscheevereinen vorgeschlagenen Imamen und anderen für die Seelsorge geeigneten Personen mit Einzelverträgen.

 

Krankenhausseelsorge

Es gibt vereinzelt regionale Projekte in Bundesländern,  meist mit den christlichen  Kirchen zusammen realisiert. DITIB entwickelt Konzept für alle Seelsorgefachbereiche. Dieses soll dann mit allen Glaubensgemeinschaften mit dem Ziel der Standardisierung diskutiert werden.  Anschließend setzen die Glaubensgemeinschaften dieses entsprechend ihrer Ausrichtung um.

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Eine Notfallseelsorgerin mit Piepser, Charme und Kopftuch

Die erste muslimische Notfallseelsorgerin Baden-Württembergs erzählt von ihren Einsätzen

Von Leonie Mielke (epd) Ev. Kirche – Landesdienst Südwest

Mannheim (epd). Taff, herzlich, entschlossen - so lässt sich Vesile Soylu beschreiben. Die Mannheimerin ist, nachdem sie ein Jahr lang hospitiert hat, seit Ende Oktober die erste muslimische Notfallseelsorgerin Baden-Württembergs. Inzwischen hat sie sechs Familien beigestanden, bei denen ein Angehöriger plötzlich verstarb - drei christlichen und drei muslimischen. "Für mich ist es nicht wichtig, an welchen Gott ein Mensch glaubt", sagt die 38-Jährige. Wenn ein Mensch trauere, sei sie für ihn da.

Für die Notfallseelsorge Mannheims, die seit 2003 von der Mannheimer Stelle für Feuerwehr und Katastrophenschutz organisiert wird, ist Vesile Soylu ein Glücksfall. Bislang bestand das zweiköpfige Bereitschaftsteam, das per Piepser an sieben Tagen die Woche 24 Stunden lang ausrücken kann, aus evangelischen und katholischen Ehrenamtlichen. "Es gab nie eine negative Äußerung von Angehörigen anderer Religionen", sagt Bernd Meyer, Verantwortlicher für die Notfallseelsorge. Aber es existierten Sprachprobleme und Berührungsängste, zudem trauern Menschen aus Orientkulturen anders.

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Seelsorge in der Psychiatrie - Ein Fallbeispiel

Ein 17jähriger Jugendlicher aus Eritrea wurde wegen zwei Selbstmordversuchen in die Psychiatrie aufgenommen. Die islamische Seelsorgerin wurde gebeten mit ihm zu sprechen. Ihr erster Eindruck: Labiler Zustand, zitternd (mit den Beinen und Körper), innerlich unruhig. im Raum ständig hin und her schweifender Blick. Aber er war ansprechbar. Die Ärztin und  Psychiaterin war ebenfalls anwesend.

Die Ärztin hatte oft mit ihm in Deutsch gesprochen, aber keinen Zugang zu ihm finden können, obwohl er Deutsch versteht und spricht. Die islamische Seelsorgerin fand nun sofort jedoch Zugang, indem Sie  Arabisch mit ihm sprach, seine zweite Muttersprache, die Sprache seiner arabischen Mama. Als er die Seelsorgerin ihrem Hijab (Kopftuch) sah und sie ihn mit einem dem vertrauten "Salam alaikum" begrüßte hat, erwidert er, ein Muslim,  den Friedensgruß und war gleich offen mit ihr zu reden.  

Die Seelsorgerin stellte sich vor mit ihrem Namen, der Herkunft und ihrer Seelsorgeaufgabe vor, lud ihn dann zu einem Gespräch darüber ein, worüber er sprechen oder von sich erzählen möchte. So entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch auch über seinen Weg nach Deutschland und seine Familie, seinerseits ganz ohne Hemmungen, auch von Dingen, die von der Seelsorgerin nicht angesprochen worden waren. . Es tat ihm sichtlich gut in einer vertrauten Sprache und mit einer Schwester im Islam zu sprechen.

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